Test und QS (samt Fehlerbereinigung) stellen mit Abstand den größten Aufwandsblock in der Entwicklung und Pflege von Softwaresystemen dar. Eine Optimierung dieses Kostenblocks (= Qualitätskosten) ist möglich und notwendig und bringt dem IT-Manager wesentliche Einsparungen.

Die Industrie definiert in ISO-Normen die Qualitätskosten in 4 Gruppen:

  • Fehlerverhütung und Prüfkosten:
    • Kosten für Verhütung von Fehlern
    • Kosten für Prüfung und Test
  • Fehlerkosten:
    • Interne Fehler (vor Auslieferung)
    • Externe Fehler (in Produktion)

Ähnlich wie die Industrie es seit Jahrzehnten praktiziert, muss auch die IT-Branche in Zukunft die Qualitätskosten standardisiert messen und optimieren. Die Grundlogik jeder industriellen Qualitätssicherung besteht darin, dass es ein gewisses Fehlerpotenzial im Fertigungsprozess gibt, das optimalerweise möglichst früh gefunden werden muss, weil damit die Behebung günstiger kommt und Folgeprobleme (Lawineneffekt) vermieden werden.

Vier wesentliche inhaltliche Maßnahmen zur Testoptimierung sollten in jedem Unternehmen umgesetzt werden:

  • QS als implizite Aufgabe im Software-Lifecycle (SLC)
  • Standardisierung der Testmethodik mit Werkzeugunterstützung
  • Testautomatisierung
  • Zentralisierung von Testaufgaben in einem QualityLab

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